Volkstrauertag – Erinnern heißt Verantwortung übernehmen
Zum Volkstrauertag haben wir an der Gedenkfeier der Stadt Halver teilgenommen. Wir erinnern an die Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung und mahnen: Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich. „Nie wieder“ muss ernst gemeint sein.
Marc Borlinghaus
11/16/20251 min read


Am Volkstrauertag haben wir an der Trauerfeier der Stadt Halver teilgenommen. Wir bedanken uns ausdrücklich für die würdevollen Reden, die eindrucksvollen Bilder und die klaren Worte, die diesen Tag geprägt haben. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig ein gemeinsames, bewusstes Innehalten ist – gerade in einer Zeit, in der vieles schnell wieder verdrängt oder relativiert wird.
Der Volkstrauertag ist mehr als ein fester Termin im Kalender. Er erinnert an die Opfer von Krieg, Gewalt, Terror und Verfolgung. An Soldaten und Zivilisten. An Frauen, Männer und Kinder. Und er erinnert daran, dass diese Themen keine abgeschlossene Geschichte sind. Sie gehören nicht nur zu den dunklen Kapiteln der Vergangenheit – sie sind Realität. In Europa, weltweit und längst auch in unserem eigenen Alltag.
Gewalt begegnet uns heute nicht nur in fernen Ländern, sondern auf unseren Straßen, an Schulen und auf öffentlichen Festen. Menschen verlieren ihr Leben, Frauen ihre Freiheit, Kinder ihre Zukunft. Das darf nicht zur Gewohnheit werden. Wer glaubt, Frieden und Sicherheit seien selbstverständlich, irrt. Beides ist fragil – und beides kann verloren gehen, wenn man nicht bereit ist, es zu schützen.
Gerade solche Tage mahnen uns, ehrlich zu sein. „Nie wieder“ darf kein leerer Satz sein, der nur bei Gedenkveranstaltungen ausgesprochen wird. Er muss Konsequenzen haben. Freiheit und Frieden sind verletzlich wie selten zuvor. Umso wichtiger ist es, dass die Stimmen für Frieden, Sicherheit und echte Freiheit wieder lauter werden – und nicht die Stimmen derer, die Konflikte verharmlosen, relativieren oder weiter anheizen.
Erinnern heißt Verantwortung übernehmen. Heute – und an jedem anderen Tag.
