Mehrheit gegen Millionenprojekt auf der Alten Bahntrasse
Millionenprojekt gestoppt: Die geplante Asphaltierung der Alten Bahntrasse wurde mehrheitlich abgelehnt. Damit bleiben Natur, Charakter und Funktion des beliebten Weges erhalten – ohne unnötige Steuergeldverschwendung und hohe Belastungen für den städtischen Haushalt.
ANTRÄGE
Marc Borlinghaus
3/2/20261 min read


Der Rat der Stadt Halver hat den Antrag zur Förderung und möglichen Asphaltierung der „Alten Bahntrasse“ mehrheitlich abgelehnt. Damit wurde ein Projekt mit Gesamtkosten von rund 1,48 Millionen Euro gestoppt, das aus Sicht der AfD-Fraktion weder notwendig noch verhältnismäßig gewesen wäre.
Geplant war unter anderem, den beliebten und naturnahen Weg vollständig zu asphaltieren, die Brücke „Bolsenbach“ zu sanieren sowie die Brücke „Ehberg“ abzureißen und durch eine neue Fahrradbrücke zu ersetzen. Trotz möglicher Fördermittel hätte die Stadt Halver einen erheblichen Eigenanteil tragen müssen – und das in einer ohnehin angespannten Haushaltslage.
Besonders wichtig: Die Sanierung der Brücken allein wäre nach Aussage der Bezirksregierung Arnsberg überhaupt nicht förderfähig gewesen. Genau das war letztlich der Hauptgrund, warum die Verwaltung überhaupt die vollständige Asphaltierung und den großflächigen Ausbau der Strecke geprüft hat. Eine Förderung wäre nur in Verbindung mit dem Ausbau des Weges zu einem asphaltierten Radweg möglich gewesen.
Für uns war klar: Der vorhandene Weg funktioniert, wird von vielen Halveranern geschätzt und benötigt keine vollständige Umgestaltung. Gerade der natürliche Charakter der Strecke macht den Reiz der alten Bahntrasse aus. Eine Asphaltierung hätte diesen Charakter dauerhaft zerstört.
Wir begrüßen daher, dass dieses unnötige Prestigeprojekt keine Mehrheit gefunden hat. Halver braucht verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld statt teurer Umbaumaßnahmen ohne echten Mehrwert.
