Anfrage: Open-Source-Software
In der Stadt Halver steigen – wie überall – die IT-Kosten. Viele Softwareanbieter wechseln auf Abo- und Cloud-Modelle. Das kann langfristig teuer werden und schafft Abhängigkeiten. Ziel ist eine sachliche Bestandsaufnahme – für mehr Transparenz, Wirtschaftlichkeit und digitale Souveränität unserer Stadt.
ANFRAGEN
Marc Borlinghaus
1/26/20261 min read


Anfrage - Einsatz proprietärer Software und mögliche Open-Source-Alternativen in der Stadtverwaltung
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung im IT-Markt, bei der zahlreiche Softwarehersteller zunehmend von klassischen Lizenzmodellen auf abonnements- und cloudbasierte Mietmodelle umstellen, ist in vielen öffentlichen Verwaltungen mit steigenden laufenden Kosten im Bereich IT und Digitalisierung zu rechnen. Diese Entwicklung betrifft nach allgemeiner Einschätzung nicht nur Landes- und Kreisverwaltungen, sondern auch Städte und Gemeinden.
Um einen Überblick über die Situation in der Stadtverwaltung zu erhalten und mögliche langfristige Handlungsoptionen sachlich bewerten zu können, bittet die AfD-Fraktion im Stadtrat Halver um die Beantwortung der folgenden Fragen:
Welche wesentlichen proprietären Software-Systeme und Fachanwendungen werden derzeit in der Stadtverwaltung eingesetzt (bitte gegliedert nach Verwaltungsbereichen bzw. Aufgabenfeldern)?
Welche laufenden Kosten entstehen der Stadt aktuell durch
a) Softwarelizenzen,
b) Wartungs- und Supportverträge sowie
c) abonnements- oder cloudbasierte Softwaremodelle?
Sofern eine vollständige Aufschlüsselung nicht möglich ist, bitten wir um eine zusammenfassende Darstellung.
Ist in den vergangenen Jahren oder für die kommenden Haushaltsjahre mit Kostensteigerungen im Bereich Software und IT zu rechnen?
Falls ja, wodurch werden diese Steigerungen nach Einschätzung der Verwaltung verursacht (z. B. Herstellerpreiserhöhungen, Umstellung auf Mietmodelle, steigende IT-Sicherheitsanforderungen)?
Hat sich die Stadtverwaltung bislang mit dem Einsatz von Open-Source-Software (OSS) als mögliche Alternative zu proprietären Lösungen befasst?
Wenn ja: In welchen Bereichen und mit welchen Ergebnissen?
Wenn nein: Aus welchen Gründen wurde ein solcher Ansatz bislang nicht geprüft?
Gibt es seitens der Verwaltung grundsätzliche Vorbehalte oder rechtliche, organisatorische bzw. technische Hürden, die einem verstärkten Einsatz von Open-Source-Software in der Stadtverwaltung entgegenstehen würden?
Wie bewertet die Verwaltung insgesamt die Abhängigkeit von einzelnen Softwareherstellern und die langfristige Kostenentwicklung durch abonnementbasierte Modelle im Hinblick auf die finanzielle Planungssicherheit der Stadt?
Die Beantwortung dieser Anfrage dient der sachlichen Bestandsaufnahme und soll eine Grundlage für eine mögliche weitergehende politische Befassung mit dem Thema digitale Souveränität und Wirtschaftlichkeit im IT-Bereich der Stadtverwaltung schaffen.
